Durch unvollständige Verbrennung entsteht
Mehrere Faktoren bzw. deren Zusammenwirken können einen ungewollten Kaminbrand hervorrufen:
Ein Schornsteinbrand darf nicht mit Wasser gelöscht werden. Da 1 Liter Wasser schlagartig zu 1700 Liter Wasserdampf umgewandelt würde, kann der Schornstein durch den schlagartigen Druckanstieg schwer beschädigt werden und eventuell auch explodieren.[1]
Möglichkeiten zur Brandbekämpfung sind:
- Schmierruß, Glanzruß oder Hartruß bei festen Brennstoffen bzw.
- Flockenruß bei flüssigen und gasförmigen Brennstoffen.
- wenn man nasses Holz oder andere ungeeignete Brennstoffe (z. B. Fette) verheizt und/oder
- wenn Brennstoffe unter Sauerstoffmangel verbrennen.
- Ein zu kleiner Querschnitt bremst die Abgase; sie brauchen länger auf ihrem Weg bis zur Austrittsöffnung; im Abgas enthaltene Rußpartikel neigen eher dazu, sich an den Schornsteininnenwänden abzulagern.
- Ein zu großer Querschnitt des Schornsteins führt dazu, dass die Schornsteininnenwände nach dem Beginn des Heizvorganges relativ lange kühl bleiben. Sie kühlen das aufsteigende Abgas ab; im Abgas enthaltene Feuchtigkeit und Rußpartikel neigen dazu, an den Schornsteininnenwänden zu kondensieren bzw. sich abzulagern.
Gefahren
Bei einem Kaminbrand werden die umliegenden Wände derart erhitzt, dass Tapeten und angrenzendes Mobiliar (z.B. Schränke) in Brand geraten können. Dieser Effekt setzt zeitverzögert ein, da es bis zu 6 Stunden dauern kann, bis die Hitze das Mauerwerk des Kamins durchdringt. Bei unprofessionellen Löschversuchen mit Wasser können erhebliche Schäden auftreten. Des Weiteren besteht die Gefahr einer Rauchgasvergiftung, wenn der Abzug des Schornsteins nicht mehr gegeben ist und der Rauch z.B. durch Kamintüren in die Wohnräume eindringt.Auslöser des Brandes
Komplett zugesetzter Schornstein nach einem Rußbrand
- Flammen können in Verbindungsstücke (Ofenrohre) oder Züge der Feuerstätte hineinschlagen und dort befindlichen Ruß entzünden
- Glut wird durch starken Schornsteinzug in Verbindungsstück oder Schornstein hineingetragen und entzündet dort den Ruß
- Langflammiges Brandgut (z. B. Nadelhölzer, vor allem deren Zweige) oder Brandgut, das den Brennraum extrem heiß macht
Brandbekämpfung
Stark aufgequollener Ruß nach einem Schornsteinbrand
- Den Schornstein kontrolliert ausbrennen lassen, das heißt unter ständiger Beobachtung. Dabei sollte man die Luftzufuhr „von unten“ minimieren, also die Türe des Ofens geschlossen halten. Falls an dem brennenden Schornstein mehrere Öfen angeschlossen sind, gilt das für alle Öfen.
- Mit Kaminkehrerwerkzeug den brennenden Ruß von den Wänden des Schornsteinzuges lösen und diesen am Fuß des Schornsteins ausbrennen lassen oder dem Schornstein entnehmen und außerhalb des Schornsteins (zum Beispiel im Heizungskeller) ablöschen.
- Da der Ruß durch die hohen Verbrennungstemperaturen aufquellen kann, muss das Verstopfen des Schornsteines mit geeignetem Gerät verhindert werden.
- Pulverlöscher sind sehr effizient einsetzbar. Durch die hohe Verschmutzung der Umgebung ist jedoch mit negativen Nebeneffekten zu rechnen.
- Der Schornstein kann mit Kohlendioxid geflutet werden.